Initiativen gegen Fluglärm für Kerosinsteuer anstelle einer geringeren Luftverkehrsabgabe – Unterschriftenaktion geplant

Die Initiative „Gegen Fluglärm MG-Ost“ fordert im Verbund mit den umliegenden Fluglärm-Initiativen die europaweite Einführung einer Kerosinsteuer, um den Luftverkehr merklich zu reduzieren. Hierzu ruft die EU-Bürgerinitiative „Abschaffung der Steuerbefreiung für Flugzeugtreibstoffe“ zu einer Unterschriften-Aktion auf. Sollten bis Mai nächsten Jahres eine Million Unterschriften europaweit gesammelt werden, ist die Europäische Kommission aufgefordert, den Regierungen der Mitgliedsstaaten die Einführung der Kerosinsteuer vorzuschlagen.

„Im Rahmen der Diskussionen über den Klimawandel ist es unausweichlich, endlich eine Kerosinsteuer auch in Deutschland einzuführen“, sagt Frederick Skupin, Vorsitzender der Initiative „Gegen Fluglärm MG-Ost“. Solange der Staat den Flugverkehr unterstütze, werde das Flugaufkommen immer größer und der Lärm sowie die Schadstoff-Emissionen immer höher. Dem gelte es mit Steuerungsmöglichkeiten entgegenzuwirken.

„Wir sagen seit vielen Jahren, dass Fliegen zu billig ist, so dass andere Verkehrsmittel kaum konkurrenzfähig sind. Solange ein Flugticket billiger ist als z.B. eine Bahnfahrkarte, brauchen wir uns nicht zu wundern, dass immer mehr geflogen wird“, ergänzt Hajo Siemes, Sprecher der BI.

Die Fluglärm-Initiativen rund um den Flughafen Düsseldorf starten nun eine gemeinsame Aktion und wollen Flyer an Info-Ständen, an Haustüren und bei Veranstaltungen verteilen. Diese Flyer beinhalten einen Link, unter dem Fluglärmgegner den Aufruf zur Einführung der Kerosinsteuer unterzeichnen können. „Die Besteuerung von Kerosin kann in Europa die Luftverkehrsemission um 11 % senken“, erläutert Hajo Siemes.

Das Bundesfinanzministerium hat dem Bundeskabinett aktuell einen Vorschlag zur Erhöhung der Luftverkehrssteuer vorgelegt. Die Maßnahme stellt eine Konkretisierung des zu recht kritisierten „Klimapakets“ der Großen Koalition dar, das am 20. September vorgelegt worden ist. Dieses Vorgehen reicht natürlich bei weitem nicht aus. „Niemand wird auf Kurzstreckenflüge verzichten, weil das Ticket drei Euro teurer wird, damit wird das Ziel, Kurzstreckenflüge zu reduzieren, verfehlt“, so Hajo Siemes. Auch klimapolitisch sei dies ein Fehlschlag, denn ein Verzicht auf Kurzstreckenflüge wäre ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz und den Lärmschutz. Kurzstreckenflüge mit weniger als 600 km machen ein Viertel aller Flüge von und nach Düsseldorf aus. Das haben die Fluglärm-Initiativen ermittelt. „Gerade Kurzstreckenflüge müssen mit einer hohen Kerosinsteuer belegt werden, damit der Preis unattraktiv wird“, fordert Frederick Skupin. Auch mit der Einführung einer geringen Luftverkehrssteuer bleibe Kerosin jedoch weiterhin steuerfrei.  Das bedeute, der Luftverkehr werde nach wie vor steuerlich subventioniert – ein Unding für die Mönchengladbacher Initiative. Sie will die Flyer mit der Forderung zur Einführung der Kerosinsteuer nun umgehend verteilen. Frederick Skupin: „Dann sind die Bürger am Zug, mit vielen Unterschriften werden wir die EU-Kommission antreiben.“

Für die Initiative „Gegen Fluglärm MG-Ost“

Hajo Siemes Sprecher der BI

Flugblatt Kerosinsteuer

 

 

 

Postkarten Aktion und Online Petition

An alle von Fluglärm betroffenen,

die Postkarten-Aktion „Um 22 Uhr muss Schluss sein“ geht dem Ende entgegen. Bis zum 1.7. wollen wir alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger mit der Aufforderung, sich an der Aktion zu beteiligen, erreichen. Wer noch keine Karte erhalten hat oder sie noch nicht verschickt hat, hat noch die Möglichkeit an der Online-Petition teilzunehmen. Bitte machen Sie davon Gebrauch. Hier ist der Link: https://www.openpetition.de/petition/online/nachtflugverbot-in-duesseldorf-durchsetzen-um-22-uhr-muss-schluss-sein#petition-main

 

Herzliche Grüße

Hajo Siemes

(für die BI „Gegen Fluglärm MG-Ost“)

 

Aktion „Um 22 Uhr muss Schluss sein“

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

Die sieben Initiativen gegen Fluglärm, die sich im Umfeld des Flughafens Düsseldorf um die Interessen der Anlieger kümmern, haben die beigefügte Presseerklärung veröffentlicht und zudem einen Brief an Verkehrsminister Hendrik Wüst verschickt. Damit beginnt nun, die Ihnen bereits durch frühere Rundschreiben angekündigte Kampagne „Um 22 Uhr muss Schluss sein!“.

Von Jahr zu Jahr steigt die Zahl der Nachtflüge in Düsseldorf. Im vergangenen Jahr starteten bzw. landeten 11.673 Maschinen nach 22 Uhr, in den Sommermonaten waren es alleine 7.326. Es deutet alles darauf hin, dass in diesem Jahr neue Rekorde aufgestellt werden, zumal bereits in den ersten fünf Monaten des Jahres 4.448 Flüge nach 22 Uhr zu verzeichnen sind.

Wir wollen, dass damit endlich Schluss ist!

Im Monat Juni rufen wir deshalb die Bürgerinnen und Bürger auf, sich an den zuständigen Verkehrsminister Hendrik Wüst zu wenden und ihn zu einer Änderung der bestehenden Betriebsgenehmigung für den Flughafen Düsseldorf zu drängen. Diese Kampagne wird von sieben Initiativen gegen Fluglärm gemeinsam durchgeführt, die die Interessen der Anwohner in der Region vertreten.

Bitte machen Sie mit! Wir brauchen die Unterstützung aller Menschen, die wie wir unter den permanenten Nachtflügen leiden.

Was können Sie tun?

Kommen Sie vorbei und übernehmen Sie Aufgaben, z.B.:

o    Verteilung von Flyern und Postkarten im Wohnbezirk  oder unter Freunden und Bekannten; (die Materialien liegen vor und können bei mir Mülforter Str. 193d nach Absprache abgeholt werden.)

o    Einsatz beim Infostand (Zeiten werden abgesprochen)

o    Auslegen von Unterschriftenlisten in Geschäften

Melden Sie sich für eine der genannten Aufgaben.   Telef. unter015901117545 oder über die e-mail-Adresse hajo@siemesmg.de

Unterstützen Sie das Ziel Nachtruhe von 22 Uhr – 6 Uhr

Für die Initiative „Gegen Fluglärm MG-Ost“

Frederick Skupin und Hajo Siemes

Brief_Wüst_fin_docx

Gemeinsame Presseerklärung_final

KgF_Kampagne2018_Karte

KgF_Kampagne2018_Unterschriften

KgF_Kampagne2018_Folder